Bergwoche mit einem Viertausender

Eine langsame, ganz allmähliche Annäherung an das Matterhorn war der ursprüngliche Hintergrund für eine Bergwoche des Alpenvereins.

Der Ausgangspunkt hierfür war das kleine Bergdorf Grächen. Nach der ersten Übernachtung wurde der erste Teil des Europawegs angegangen. Der Anstieg erforderte dann ca. tausend Höhenmeter um dann bei einer Höhe von 2.600 Metern einen landschaftlich einmaligen Höhenweg, mit einem spannenden Verlauf mit viel Auf- und Abstiegen zu begehen.

Eine herrliche Aussicht auf zahlreiche Viertausender sind dann Wegbegleiter bis dann das Matterhorn plötzlich im Blickfeld ist, anfangs noch klein und im Verlauf des Tages immer grösser werdend. Unendliche, lange Passagen mit einer Biegung nach der anderen machen dann den Weg doch zu einer fast nie endenden Tortur, um dann endlich zur Europahütte zu gelangen.

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Der folgende Tag sollte eigentlich die Fortsetzung des Europawegs werden, was allerdings durch einen Felssturz nicht möglich war. Somit musste der Abstieg nach Randa erfolgen um dann mit einem Taxi Zermatt zu ereichen.

Anschliessend wurde dann der Aufstieg zum Hotel du Trift angegangen. Am nächsten Tag stand dann der Aufstieg zum Mettelhorn auf dem Programm, mit seinen 3.406m ein Aussichtspunkt von besonderer Qualität.
Das herrliche Wetter war ein ständiger Wegbegleiteter und es zeigte sich die herrliche Bergwelt um Zermatt in ihrer ganzen Pracht.

Beim Abstieg mussten nunmehr 1.700 Höhenmeter überwunden werden um dann in Zermatt das Hotel Bahnhof für die nächsten Tage zu beziehen.

Als Schlusspunkt war dann das Breithorn mit seinen 4.161m bei entsprechender Witterung vorgesehen, wobei der strahlend blaue Himmel geradezu eine Einladung war.

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Als Aufstiegshilfe wurde dann die Seilbahn zum kleinen Matterhorn benützt, bis auf eine Höhe von 3.883m. Ein Bergpanorama sondersgleichen war dann der Lohn für den Aufstieg. Gran Paradiso, Mont Blanc, Matterhorn, die zahlreichen Gipfel des Monte Rosa Massivs und noch viele andere Viertausender in ihrer Grösse machten einen gewaltigen Eindruck.

Den Abend ließ man dann bei Käsefondue und dem Anblick des Matterhorns genüsslich ausklingen.

Hugo Retzer