Aostatal – gelungene Tage trotz mäßiger Wettervorhersage

Nach der 10-stündigen Autofahrt ins Aostatal entspannte die Gruppe im Whirlpool des Hotel in Champoluc .

Am 1. Tag der Tour wurde mit großem Gepäck  zur Mezzalamahütte auf 3004m aufgestiegen. Der lange Anstieg zog sich anfangs durch einen Wald und Almen bis zum Lac Blu.

Von hier führte der Weg auf einem Moränenrücken hoch, nur wenige Meter vorbei an mehreren Steinböcken, zur Hütte. Die kleine Hütte, überwiegend aus Holz mit  ca. 35 Betten und Lager, wird für die nächsten 2 Nächte unser Quartier sein. Von den beiden Hüttenwirtinnen wurden wir in dieser Zeit bestens versorgt.

Nach einer kurzen Nacht  starteten wir um 5:00 Uhr mit Stirnlampen in Richtung Pollux.Nach knapp 2 Stunden erreichten wir die Ayashütte, Von dort führte uns der Weg als Seilschaft mit Pickel und Steigeisen weiter über  einen Gletschers mit Spalten bis zum Einstieg des Südwestgrats.

Über einige Absätze und loses Geröll verlief der Weg hoch zu den  Schlüsselstellen,einer Platte, die mit Ketten gesichert war. Weiter ging es durch eine enge  Scharte und über eine Wand auf eine Schulter zur schwarzen Madonna.

Über einen Firngrat erreichten wir bei Nebel und Wind den Gipfel des Pollux mit 4092m .Im Abstieg lösten wir die Kletterstellen durch Abseilen und folgen der Aufstiegsspur wieder zurück auf den Gletscher. Nur stiege wir über die Ayashütte  wieder  zur Mezzalamahütte ab, die wir nach circa 10 Stunden erreichen haben.

Am 3.Tag, den wir erholsamer angehen wollten,  wechselten wir wieder mit vollem Gepäck beladen, bei Schnee und Regen in 1,5 Stunden  zur Ayashütte auf 3420m. Unser zweiter Stützpunkt mit 80 Betten und Lagern war etwas komfortablen, da die Sanitäranlagen von innen erreichbar waren. Für das leiblichen Wohl sorgte ein Team aus 4 Männern

 Nachdem sich gegen Mittag des Wetter unverhofft besserte, hielt uns nichts mehr auf der Hütte und wir entschlossen uns den Weg für den nächst Tag zu erkunden.Bei stahlenden Sonnenschein folgten wird den Spuren bis zur Biwakschachtel Rossi Volante am Fuße des Roccia Nera(Schwarzfluh), Das letzte Stück mussten wir noch ein Stück selbst spuren und erreichten die die Biwakschachtel bei blauen Himmel. Dieser kurze Sparziergang dauerte dennoch knapp 5 Stunden

Nach einer kurzen eisigen Nacht starteten wir um 5:00 Uhr über die bereits vom Vortag erkundetet gelegte Spur zur Biwakschachtel. Über die immer steiler werdende hart gefrorene Schneeflanke ging es in zahllosen Serpentinen zum Joch  zwischen Roccia Nera  und Breithornzwillingen.

Von hier ab folgten wir dem Schneegrat mit imposanten Wächten zum Gipfel.des Roccia Nera mit 4075 m.

Dort genossen wir die imposante Aussicht bei der sich die gesamte Bergprominenz der Walliser  Berge um Zermatt, sowie im Süden der Grand Paradiso und der Mt. Blanc.im Westen zeigte. Da wir   eine Überschreitung der Breithornzwillinge als zu schwierig erachteten, beschlossen wir nun den westlichen Zwilling zu besteigen, somit stiegen wir wieder etliche Meter ab. Zurück wieder auf Höhe der Biwakschachtel querten wir in westlicher Richtung, um unser neues Ziel den Westlichen Breithornzwilling zu besteigen.

Nach dem Überwinden einer kleinen Randkluft führte der Weg in gerader Linie extrem steil nach oben in den Sellesattel auf über 4000m.Dort stellten wir fest das der weitere  Aufstieg an den Kletterstellen zum Gipfel  durch zahllose Gruppen blockiert war und deshalb beschlossen wir zur Hütte zurück zu kehren.

Nach knapp 10 Stunden gönnten wir uns auf der Hütte Kaffee und hausgemachten Kuchen und genossen die Lage der Hütte in der märchenhaften  Gletscherwelt.

Abgerundet wurde der Tag wie immer auf beiden Hütten, der Mezzalama und der Ayas, mit einem reichlichen mehrgängigen Menü, bestehend aus Suppe und/oder Pasta, einem Hauptgang  und einer Nachspeise. Das eine oder andere Gläschen Rotwein durfte dabei auch nicht fehlen.

Nach einem gemütlichen Frühstück am 5. Tag packten wir unsere Rucksäcke für den 1700 Höhenmeter langen Abstieg .Vorbei an der Mezzalamahütte lud uns im späteren Verlauf eine Sitzgruppe aus Felsen, bestehend aus Tisch und Stühlen zur Rast ein. Wir veranstalteten ein feudales Picknick bei dem alle ihre Reste und Spezialitäten aus den Brotzeitdosen auf einer als Tischdecke umfunktionierten Bayernfahne ausbreiteten. Frisch gestärkt war der restliche Abstieg dann kein Problem mehr.

Im Tal angekommen genossen wir die Vorzüge einer warmen Dusche und die Annehmlichkeiten eines Hotels, bevor am letzten Tag die lange Heimreise antraten.

 

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